Frühling

Frühling? Ach nee - doch nicht!


Einfach! Küche! Rhabarberschnecken

Der erste Rhabarber ist für mich Frühling!

 

Ade Winter! Ade kalt und brrrr und Schmuddelwetter. Hello Sunshine ...

Als ich den ersten Rhabarber im Supermarkt entdeckte war ich also voller Vorfreude.

 

Endlich können alle Winterjacken und dicken Pullover verpackt werden und all die Blusen und Shirts kommen wieder in den Kleiderschrank.

 

Endlich keine dicken Botten mehr anziehen müssen, stattdessen wieder meine geliebten Clogs.

 

Der warme Schal verabschiedet sich ebenfalls, wir sehen uns am Ende des Jahres wieder.

Also - Rhabarber in den Einkaufswagen und die Winterkleidung auf den Dachboden.

 

 

Und dann??

 

Nix!!

 

 

Keinen Kaffeklatsch auf der Terrasse! Keine lauen Frühlingsabende in der Lounge!

Draussen schneit es ... oder regnet es ... und selbst, wenn die Sonne scheint, ist es a****kalt ...

Einfach! Küche! Rhabarberschnecken

Nö, nech? Echt jetzt?

 

Frühling? Wo bist Du? Ich habe köstliche Rhabarberschnecken für Dich gebacken!

Einfach! Küche! Rhabarberschnecken

für 12 Schnecken

 

250 ml Milch

21 gr frische Hefe (ein halbes Päckchen)

100 gr Zucker

500 gr Mehl

1/2 TL Salz

75 gr geschmolzene Butter

 

500 gr Rhabarber

1 Vanilleschote (ersatzweise 1 Päckchen Vanillezucker)

150 gr Honig

 

50 gr Frischkäse Doppelrahm

150 gr Puderzucker

eventuell 1 EL Milch

 

 

Für den Hefeteig die Milch handwarm erwärmen, die Hefe zerbröselt hineingeben und auflösen lassen, den Zucker dazugeben, verrühren und 10 min gehen lassen.

 

Das Mehl in eine große Schüssel geben, mit dem Rest Zucker und dem Salz verrühren und in der Mitte eine Kuhle bilden. Die Hefemilch hineingiesssen und mit den Knethaken eines Handmixers verkneten.

So lange kneten bis sich ein geschmeidiger Teig formt und nichts mehr am Schüsselrand klebt. Das dauert ca. 5-7 Minuten.

 

Die Schüssel mit einem sauberen Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort und wenn es draussen eben nicht warm ist :(  im Backofen bei 50°C ca. 50 min gehen lassen.

Der Teig sollte sich danach verdoppelt haben.

 

 

In der Zwischenzeit den Rhabarber schälen und in kleine Stücke schneiden.

In einen Topf geben, die Vanilleschote längs aufschneiden und mit dem Messerrücken das Mark herauskratzen und zusammen mit dem Honig zu dem Rhabarber geben.

 

Bei mittlerer Hitze aufkochen lassen und ca. 5-10 min köcheln lassen.

Unbedingt dabei rühren damit nichts anbrennt. 

 

 

Eine rechteckige (oder auch runde) Form mit Butter einfetten.

 

 

Den Hefeteig aus dem Ofen nehmen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem ca. 1 cm dicken Rechteck ausrollen.

 

Mit dem Rhabarberkompott bestreichen, dabei an der oberen Längsseite ca. 4 cm aussparen.

 

Von der unteren Längsseite das Rechteck nun aufrollen und mit der Naht nach unten mit einem scharfen Messer (!!) in 12 Scheiben schneiden.

Diese mit der offenen Seite nach oben in die Form setzen. Etwas Platz dazwischen zum Aufgehen lassen. Wieder mit einem Tuch abdecken und weitere 30 min gehen lassen.

 

 

Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

 

 

Auf mittlerer Schiene ca. 30 min backen. Die Oberfläche sollte goldbraun sein.

 

 

Die fertigen Schnecken aus dem Ofen nehmen und kurz abkühlen lassen.

 

 

In der Zwischenzeit für die Glasur den Frischkäse mit dem Puderzucker verrühren. Sollte die Masse zu fest sein, mit Gefühl Milch esslöffelweise nachgeben bis sie dickflüssig vom Löffel tropft.

Diese über die noch warmen Schnecken geben und am besten sofort servieren.

 

 

Die Schnecken schmecken lauwarm frisch aus dem Ofen am besten!

 

 

Sollten welche übrig bleiben, können sie am nächsten oder übernächsten Tag in der Mikrowelle kurz! erwärmt werden, sie schmecken wie frisch gebacken.

 

Die fertigen Schnecken lassen sich auch wunderbar einfrieren. Dann nach dem Auftauen kurz erwärmen und yummie.

Einfach! Küche! Rhabarberschnecken

So! Den Rhabarber haben wir nun, köstliche Schnecken gebacken, was jetzt noch fehlt ist Frühlingswetter ...

Das Leben ist (selbst mit Schietwetter) wunderbar!

Kirsten

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Familie

Fluch und Segen Teil 2


Einfach! Küche! Familie - Fluch und Segen - unser Flur in der alten Dorfschule

Unser (ab)gefahren Abenteuer hat eine Menge in mir losgetreten...

Es ist ja nicht so, dass ich vorher nicht auch jede Menge Gedanken hatte. Dass ich davor nicht auch über vieles nachgedacht hätte. Und vieles dabei in Frage gestellt oder zumindest mehr als kritisch hinterfragt hätte.

 

 

Doch diese Reise hat vieles in mir noch klarer gemacht.  Diese Reise hat meine Sicht auf das Leben verschärft.

Diese Reise hat mich mehr denn je erinnert.

 

 

Mehr denn je ist es mir wichtig ICH zu sein! Mehr denn je ist es mir wichtig ZU LEBEN!

 

 

Bereits am Anfang unserer Reise quer durch Europa (HIER könnt Ihr noch einmal mit uns reisen ...) wurde mein bisheriges Leben auf den Kopf gestellt.

Ich hatte bis dahin ein gutes Leben, ein sehr gutes, war mit mir im Reinen. Und was ich ganz besonders wichtig fand, ich war mit meiner Vergangenheit im Reinen. 

Ich habe heute noch immer ein gutes Leben, ein sehr gutes, was auch sonst? Und doch hat meine Gegenwart große Bereicherung erfahren.

Die Zeit um Weihnachten und/oder zwischen den Jahren ist oft Familienzeit.

 

So in der Regel auch bei uns.

 

 

Dieses Mal war alles anders und so denke ich darüber nach, was ist das eigentlich Familie?

 

 

 

Diese Ansammlung von Menschen, die es sich nicht ausgesucht haben, eine Familie zu sein.

Da ist man nicht freiwillig dabei.

 

 

Den Freundeskreis, den sucht man sich aus. Da schaut man sorgsam, ob man eine möglichst große Deckungsgleichheit hat. Und jeder, der eine andere Meinung vertritt, andere Ansichten hat, der anders tickt, kann und wird ausgeschlossen. Ich muss mit niemandem befreundet sein, der mir nicht gut tut. Heißt, ich muss mich mit niemandem auseinandersetzen, der diesem Raster nicht entspricht, denn er gehört ja nicht dazu. Ich muss mich nicht abgrenzen in dieser homogenen Gruppe. Es ist nicht nötig, Ansichten und Meinungen zu hinterfragen, um mich damit auseinander zu setzen, jeder ist austauschbar, sobald er der Gruppe nicht mehr entspricht. 

 

 

Aber Familie ... da ist man dabei ... ob es einem passt oder nicht ...

Man kann sich überwerfen, man kann miteinander brechen, man kann den Kontakt einstellen ... und doch bleibt man eine Familie.

 

 

Und was ist es nun? Diese Familie?

 

Man hat eine Rolle inne, die man sich nicht ausgesucht hat. Man bleibt auf ewig die kleine Schwester oder der große Bruder. Ob man will oder nicht, das tut hier nicht zur Sache.

 

In der Familie prallen Menschen aufeinander aus verschiedenen Generationen, mit verschiedenen Ansichten, unterschiedliche Lebensentwürfe und anderen Meinungen.

 

Familie fordert! Sie fordert, sich auseinander zu setzen. Mit dem anderen, aber ebenso mit sich selbst. Sie fordert Themen ein, denen man gerne aus dem Weg geht. Sie fordert zuzuhören und verstehen zu wollen, und damit meine ich nicht, zuzustimmen. Verstehen bedeutet nicht, einer Meinung zu sein. Verstehen bedeutet verschiedene Meinungen zuzulassen. Und aushalten zu können. Auch aushalten zu wollen. Das ist nicht einfach! Sich abzugrenzen ist manchmal wichtig. Doch abzugrenzen bedeutet nicht auszugrenzen. Auch das ist nicht einfach! Und auch das ist wichtig.

 

 

 

Aber weglaufen ist keine Option. Man geht damit den Widrigkeiten aus dem Weg, schlussendlich dem Leben selbst. Und dabei auch sich selbst. Und letztendlich bleibt man doch Teil der Familie.

 

Verstrickungen nennt man das in der Familienaufstellung.

 

 

 

Bevor jetzt einige die Augen rollen ... ich rede hier von biologischer Familie.

Mir ist klar, dass viele unter Familie in der heutigen Zeit etwas anderes verstehen. Das ist auch legitim, denn DIE Familie gibt es nicht. Und werten möchte ich schon gar nicht.

Mir geht es hier jedoch um Verwandtschaft als Familie.

 

 

Denn diese biologische Ebene ist nicht zu unterschätzen.

 

Auch oder obwohl einige, viele? dieses in Abrede stellen. Sie für überflüssig und unnötig halten. Für altmodisch und damit überholt. Für nicht mehr zeitgemäss in dieser globalen Welt.

 

Wie schon angedeutet, selbst wenn man sie nicht lebt, so bleibt man dem ursprünglichen Familiensystem in gewisser Weise immer verbunden. Das sollte uns allen klar sein. Die Herkunftsfamilie ist der Stamm des Lebens. Wo komme ich her? Dort findet in der Regel die frühkindliche Sozialisation statt, dort wird die Bindungsentwicklung übernommen, dort lerne ich nicht nur mich selbst kennen, sondern lerne (hoffentlich) auch mit anderen auszukommen.

 

 

Ist dieses Familienkonstrukt schon lange nicht mehr nötig , wirtschaftliche Sicherheit zu gewährleisten, so geht es doch in der Regel um eine Gemeinschaft, auf die man zählen kann. Hilfe und Unterstützung, Verlässlichkeit, Sicherheit und Loyalität werden erwartet. Ebenso gehören Toleranz und Akzeptanz, Ehrlichkeit sowie Vertrauen dazu. Man kennt die Macken des anderen und erträgt sie, genau wie der andere meine Ecken und Kanten erträgt. Jeder sollte so angenommen werden, wie er ist und bei allen Uneinigkeiten steht der Familiengeist darüber.

 

 

 

Ganz schön viel für dieses gebrechliche Gefüge Familie.

 

 

 

Dazu kommt Hollywood und Bullerbü, selbst die Joghurt Werbung,  die uns vormachen, wie Familie funktioniert. Die uns nicht nur zeigen, dass es möglich ist, sondern sogar existenziell notwendig. Und trotz allem wunderschön.

Das macht es nicht einfacher ...

 

 

 

Ich bin davon überzeugt, dass Familie die Gemeinschaft sein sollte, bei der man nicht überlegen muss, ob sie da ist. Die Nachts um halb vier aus dem Bett in die Hose steigt, hunderte von Kilometern fährt, um einen aus dem Schlamassel zu ziehen. Die da sind, wenn es eng wird. Egal in welcher Beziehung. Eine Gemeinschaft auf deren Rückhalt man sich blind verlassen kann. Gestern, heute und morgen. Egal, wie man sich selbst verändert und weiter entwickelt, egal, wohin für den anderen die Reise geht. Das biologische Band, das da ist und sich niemals durchtrennen lässt, hält einen zusammen.

Und dabei sind die schlechten Witze von Onkel Eduard genauso unerheblich, wie die ewig gleichen Geschichten von Oma Klara. Mag sein, dass sich jemand über etwas aufregt, was man selber ganz okay findet. Mag sein, dass in Grundsatzdiskussionen keine Einigung zu finden ist. Dass Mutti um Rückmeldung bittet, gut angekommen zu sein, ist vielleicht nervig, aber lediglich eine Art zu sagen, dass sie dich liebt. Und bei aller Selbstverwirklichung und Selbstfindung auf dem Weg vom Kind zum Erwachsenen, ist es die Familie, die einen hervorgebracht hat. Abschütteln lässt sich das nicht, ist auch gar nicht nötig.

Ich weiss wovon ich rede.

 

25 Jahre war ich "aktiver" Teil einer Familie.

Sie hat mich die ersten 25 Jahre meines Lebens geprägt, hat mich auf den Weg gebracht. Auf meinen Weg.

 

Das zweite Vierteljahrhundert habe ich keinen Kontakt zu meiner Familie gehabt.

Und doch war ich dennoch all die Zeit ein Teil von ihr. "Passives" Mitglied sozusagen. In meiner Erinnerung, in meinen Geschichten, in meinem Wesen, in mir, war ich weiterhin Teil dieser Familie. "Nur" nicht mehr im Alltag, im tatsächlichen Leben, das gerade passierte.

 

 

 

Sie war nicht mehr da und doch war sie da. 

 

Ich ging meinen Weg ohne Auseinandersetzungen mit ihr, aber eben auch ohne Rückhalt durch sie. Und dennoch begleitete mich meine Familie. In mir drin!

 

 

 

Dann war sie wieder da ... so in echt ... leibhaftig ...

... am Anfang zweifelnd, fragend, unsicher, unschlüssig, misstrauisch ...

 

 

Dieses Band hatte mich die ganze Zeit begleitet und das war gut so!

 

 

 

Was ich daraus gelernt habe? Man kann die biologische Familie wohl ausknipsen. Wie eine Lampe. Es ist dunkel. Kein Licht brennt mehr. Und doch bleibt die Lampe da. Ausknipsen ja. Weg ist die Lampe deshalb nicht.

 

Man bleibt Teil des Verbundes. Ob man will oder nicht. Das spielt keine Rolle.

Die Anforderungen an das System Familie sind immens.

 

So viel Verschiedenes prallt mitunter aufeinander. Wenn alles gut läuft, ist es einfach. Aber es läuft nicht immer alles gut. Es gibt Zeiten, da läuft es mitunter selten gut.

 

Und dann?? Hinwerfen? Kündigen? Aussteigen?

 

Keine Option letztendlich. Wie gesagt, die Lampe bleibt wo sie ist, ob das Licht brennt oder nicht. Und der Lampe ist es übrigens auch egal, ob Licht an oder aus ...

 

 

 

Ich bin der Überzeugung, dass sich Familie lohnt. Immer.

 

Wenn es gut läuft sowieso. Weil das Band einen zusammen hält. Halten kann. Wenn man es zulässt. Ganz egal, ob man einer Meinung ist. Ob man den selben Humor hat. Ob man in die gleiche Richtung marschiert. Ob man Dinge so sieht und empfindet wie der Rest der Truppe.

Familie fragt nicht. Nicht nach "was habe ich davon?", nicht nach "warum?". 

 

 

 

Und wenn es nicht gut läuft? Selbst dann. Gerade dann.

 

Einfach so. Weil man eine Familie ist. Weil es selbstverständlich ist. 

 

Und genau dieses Selbstverständnis ist ganz und gar nicht selbstverständlich!

 

Es ist ein Geschenk.

 

 

 

Familie ist keine Einbahnstrasse. Familie kann nur in beide Richtungen funktionieren.

Eltern sind für ihre Kinder da. Selbstverständlich. Wenn sie klein sind aber auch wenn sie keine Kinder mehr sind. Eltern bleiben auf immer Eltern.

Und doch bleiben sie Mann und Frau. Beide bleiben sie selbst. Ihr Leben wird nicht zwangsläufig mit der Nachgeburt entsorgt.

 

Und Kinder sind für ihre Eltern da. Am Anfang, weil die Eltern Helden sind. Später ... nicht aus Dankbarkeit. Bull shit. Nicht aus Pflichtgefühl. Nein - weil es ihre Eltern sind. Nicht mehr - und nicht weniger. Einfach deshalb.

Und auch sie sind sie selbst. Nicht nur Sohn oder Tochter. Auch, aber nicht nur. Sie haben ein eigenes Leben. Doch das schliesst ein gemeinsames, zusammen mit Eltern, Großeltern, Geschwistern, Sippe, Mischpoke, Verwandschaft, nicht aus.

 

 

Das Verhältnis zueinander verändert sich. Kinder werden gross. Eltern alt. 

 

Egal wie verschieden man ist. Gerade das ist das Besondere.

 

 

Man muss sich nichts verdienen. Nichts erarbeiten. Nichts erkämpfen.

So blöd die kleine Schwester manchmal sein mag, so wenig man manchmal einer Meinung ist, so schrullig die Eltern und von gestern, wenn nicht sogar von vorgestern, so anders die Generation auch sein mag, so unterschiedlich unsere Wege, so sind wir doch eins.

 

 

Es mag hoffnungslos altmodisch klingen. Vielleicht verklärt. 

Gerade dass es nicht wichtig ist, wie sehr wir uns unterscheiden, so eint es uns. Gerade das macht diesen Verbund so stark. Weil man keine Erwartungen erfüllen muss, um Teil dessen zu sein. Weil man nicht so sein muss, wie die anderen, um akzeptiert zu werden. Weil es nicht um Gegenleistungen geht.

Und doch ist es ein Geben und Nehmen. Es fällt nicht in den Schoss. Manchmal ist es harte Arbeit. Und mit Sicherheit nicht immer einfach. Eine in jeder Weise heterogene Gruppe kann nicht einfach sein, warum sollte sie auch?? Eine Akzeptanz des Anderen in jede Richtung, eine Annahme jedes Einzelnen mit all seinen Eigenarten  verlangt jedem eine grosse Bereitschaft ab.

Und gerade dort ist jeder einzelne gefordert. Zu wollen. Sich dem zu stellen.

 

Respekt spielt eine grosse Rolle. Anzuerkennen wie der Gegenüber ist. Was er ist. Warum er so ist. Sich selbst (er)kennen. Augenhöhe nicht nur einfordern, sondern selbst auf Augenhöhe zu begegnen. Wertschätzung für die Leistung der Alten wie der Jungen. Achtung und Annahme des anderen in jeder Beziehung.

 

 

 

Daraus können wir alle wachsen.

 

 

Und entspannen.

 

Da ist ein Netz, das uns hält. Ohne uns einzuengen. Da ist eine Verbindung ohne uns verbiegen zu müssen. Da ist ein Einvernehmen ohne uns einzunehmen.

 

 

Was gibt es Grösseres?

Wir müssen es zulassen!

 

Gewillt sein, Unterschiede zuzulassen.

 

Nicht nur auf das eigene Ich zu pochen, das eigene Leben, die eigene Befindlichkeit, das eigene Ego nur zu sehen, sondern den anderen wahrzunehmen. Sein Ich, sein Leben, seine Befindlichkeiten. 

Anerkennen und akzeptieren. Sich selbst UND den Anderen.

Nicht den Angriff auf sein Selbst, sondern die Zuneigung des anderen sehen zu wollen.

 

Wer dazu bereit - und in der Lage - ist, wächst. Er wächst in seinen Ansichten, in seiner Selbst. Das ist bereichernd für sich selbst, im Alltag, im Beruf, im Freundeskreis, in jeder Beziehung. Toleranz ist das Zauberwort. Nachsicht, Respekt, Geduld und Gelassenheit. Sich selbst gegenüber. Anderen gegenüber. Dingen und Zuständen gegenüber.

 

 

 

Ich kann nur wiederholen... es geht nicht darum, sich unterzuordnen. Oder sich zu verbiegen.

Sich selbst zu versagen.

Gerade die Abgrenzung und die Verschiedenartigkeit ist enorm wichtig. 

Es ist jedoch kein entweder oder. Es ist ein beides/alles ist möglich.

 

 

 

Wenn alle die Verschiedenartigkeit als Gewinn empfinden und die Andersartigkeit als Chance begreifen, dann ist Familie wunderbar!

Das Leben ist wunderbar!

Kirsten

aka Ehefrau, Mutter, Grossmutter, Schwester, Schwägerin, Tante, Schwiegerkiki, Grosstante, Cousine, Schwiegertochter

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Hippie

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Marrakesch


Einfach! Küche! Marrokanischer Linsentopf

Marrakesch?    Marrakesch!

Wieso hatte ich Marrakesch eigentlich bislang nicht auf dem Schirm??

 

 

Orientalische Märkte, exotisches Essen, Farben so weit das Auge reicht, DAS Eldorado der Hippies ...

 

 

Ich, im Grunde meines Herzens Hippie, durch und durch ...

Und ich hatte es nicht auf dem Plan?

 

Wie kann das sein? Wie ist das nur möglich?

 

 

Aber nun ist es ja da. Marokko. Marrakesch. Im Kopf. Auf der Liste. Aber erstmal auf dem Teller. Besser gesagt in der Schüssel. Alles Weitere demnächst.

 

Kommt Zeit - kommt Marrakesch! 

Einfach! Küche! Marrokanischer Linsentopf

Ich liebe es mit Gewürzen zu kochen. Wie sie duften, wenn man sie langsam in der Pfanne röstet und dieser Duft durch das ganze Haus zieht. Das weckt in mir Erinnerungen wie Sehnsüchte gleichermassen. Gerüche gehen direkt ins Herz. Ach - ich liiiebe es!

Einfach! Küche! Marrokanischer Linsentopf

marokkanische Linsensuppe

für ca. 6 Portionen

 

1 grosse Dose Kichererbsen

100 gr rote Linsen

2 Zwiebeln (ich bevorzuge rote oder gelbe)

Olivenöl

1 frische Kurkumawurzel (ca.5 cm lang)(wer die nicht bekommt, nimmt getrockneten)

1 TL Paprika edelsüss

1 TL Paprika scharf

1/2 TL getrockneten Kreuzkümmel

1/2 TL getrockneten Koriander

1/2 TL Nelken gemahlen

400 gr passierte Tomaten

500 ml Gemüsebrühe

250 gr Kirschtomaten

200 gr saure Sahne

1 TL Dill frisch oder getrocknet

etwas frische Petersilie

Kichererbsen in einem Sieb abgiessen.

 

Linsen unter kaltem Wasser abspülen.

 

Zwiebeln fein würfeln. Die frische Kurkumawurzel reiben oder sehr fein würfeln. ACHTUNG - am besten Einmalhandschuhe tragen, das Zeug benutzt man nicht umsonst zum färben ... danach ist alles (!!) Messerstiel, Schneidebrett, Finger, T-Shirt gelb-orange ... nicht dass mir das passiert wäre ...

 

Gewürze etwas anmörsern.

 

Olivenöl in einem grossen Topf erhitzen, Zwiebeln darin andünsten, sie sollen nur glasig werden.

 

Alle anderen Gewürze dazugeben und anrösten. 

 

Passierte Tomaten und Linsen in den Topf geben und zusammen mit der Brühe ca. 10 min auf kleiner Hitze köcheln lassen.


Kichererbsen dazugeben und weitere 10 min köcheln lassen.

 

2-3 min vor Ende die halbierten Tomaten in die Suppe geben.

 

In der Zwischenzeit die saure Sahne mit dem Dill und dem Zitronensaft verrühren.

 

 

Die Suppe mit einem Klecks saurer Sahne und etwas frischer Petersilie servieren.

Einfach! Küche! Marrokanischer Linsentopf

Marrakesch ... ich komme dich bald besuchen ... und ich bin mir sicher, wir werden gute Freunde!

Das Leben hat immer Überraschungen parat! Wunderbar!

Kiki Hippie

Dieser Beitrag enthält Werbung für Marroko und Marrakesch. Für Hippies. Und für Gewürze. Für Neues und Unerwartetes, für das Leben.

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Mischpoke

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Fluch und Segen


Ouzo küsst Orange - Kuchen für die Mischpoke

Familie - das Beste, was man hat? Geschlagen mit buckeliger Verwandschaft?

Fluch und Segen mitunter zugleich ...

Tja ... Familie ... nicht immer leicht ... immer füreinander da ... sie schlugen und vertrugen sich ... voller Missverständnisse ... voller Liebe ... Himmel und Hölle zugleich ... ach - was weiss ich ...

Für mich das Grösste. Und ich bin froh, dass ich sie habe. Meine Familie. Und meine Mischpoke.

 

 

Denk ich an Euch - denke ich an wunderbare Tage. Wunderbare Abende und Nächte. An gutes Essen. An bereichernde Gespräche. An herzliches Lachen bis die Tränen laufen. 

Und an Ouzo!

 

 

Und so ist dieser Post für sie! Danke, dass Ihr da seid. Schön, dass es Euch gibt. Ich liebe Euch.

Ouzo küsst Orange - Kuchen für die Mischpoke

Ouzo küsst Orange - Kuchen für die Mischpoke

für eine 20 cm Guglhupfform/Springform geht auch

 

3 Eier

150 gr Zucker

170 ml mildes Olivenöl

60 ml Ouzo

1 Bio Orange

150 gr Mehl

60 gr gemahlene Mandeln

1 TL Backpulver

1 Prise Salz

200 gr weisse Kuvertüre

 

 

Die Backform fetten und mit gemahlenen Mandeln ausstreuen.

 

Backofen auf 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen.

 

Die Orange waschen und die Schale abreiben. (kleiner Trick: ein Sück Backpapier über die Reibe spannen und darüber die Fruchtschale abreiben. Anschliessend das Papier abnehmen, so bleibt nichts an der Reibe hängen und "verloren".

Die Orange halbieren und den Saft auspressen.

 

Die Eier mit dem Zucker weisscremig aufschlagen. Olivenöl, Ouzo, Orangenabrieb, sowie

3 EL Orangensaft unterrühren.

Mehl, Backpulver, gemahlene Mandeln und Salz kurz unterrühren, dass gerade eben eine homogene Masse entsteht.

 

In die vorbereitete Form geben und im heissen Ofen auf mittlerer Schiene ca. 40-45 min backen. Stäbchenprobe machen.

 

Wenn der Kuchen fertig ist, aus dem Ofen auf einen Kuchenrost stellen und 5 min in der Form auskühlen lassen. Erst dann die Form entfernen und komplett auskühlen lassen.

 

Die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und den kalten Kuchen damit überziehen.

Ouzo küsst Orange - Kuchen für die Mischpoke

Das Leben ist wunderbar als Teil einer Familie.

Kiki

Dieser Beitrag enthält Werbung für Kuchen im allgemeinen, Guglhüpfe im besonderen. Für Familie und Verwandschaft. Und besonders für meine Mischpoke.

Die Idee zu diesem Kuchen bekam ich durch einen australischen FoodBlog, der leider nicht mehr betrieben wird.

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nix neues

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italienische Momente                                       für jeden Tag


Einfach! Küche! italienische Apfeltarte

Ich erzähle wahrlich nichts Neues, wenn ich Euch verrate, dass wir gerne Kuchen essen.

Jeden Tag!!

 

Statt Mittagessen gibt es zwischen halb zwei und zwei Kaffeeklatsch bei uns. 
Ganz klassisch mit einem Latte Macchiato für den Silberfuchs und einem doppelten dreifachen Espresso für mich. Die Kinder nehmen mal ein Glas Milch, mal einen warmen Kakao, je nach Geschmack und Jahreszeit.

Was aber IMMER dazu gehört ist Kuchen!!

 

Am liebsten frischen, selbstgebackenen.

Vorbei sind die Zeiten als ich am Freitag Nachmittag drei Bleche Kuchen vorbereitet habe, in der Hoffnung, dass noch ein Rest für Montag übrig bleibt. Was - Ihr ahnt es - natürlich nie geklappt hat.

 

Damals konnte ich mir nicht vorstellen, wer kleine Kuchen backt!? Wofür??

 

 

Ha - wir! Jetzt! Für uns!

 

Ich habe grossen Gefallen an diesen kleinen süssen Leckereien gefunden. Die richtige Menge für uns, um jeden Tag (naja, fast jeden) einen anderen Kuchen auf den Tisch zu zaubern. Schnell gerührt, fix gebacken, macht mehr Zeit zum geniessen.

Einfach! Küche! italienische Apfeltarte

Dieses Mal hatte ich Lust auf Apfelkuchen.

Ich mag es jedoch nicht wenn viiiel Teig auf wenig Frucht trifft und das ist ja häufig der Fall, deshalb habe ich eine Art Tarte gebacken. Die Äpfel ganz klein geschnitten und diese in nur wenig Teig gerührt. Ich hatte schon befürchtet, dass es zu wenig Teig sei, um die Äpfel zusammen zu halten, aber es war perfekt.

Einfach! Küche! italienische Apfeltarte

Apfeltarte

für eine 20 cm Springform  (für eine 26 cm Form stehen die Angaben in Klammern)

 

50 gr Butter  (85 gr)

50 gr Mehl   (85 gr)

100 gr Zucker   (170 gr)

50 ml Milch   (85 ml)

1 Bio Zitrone  (1 1/2)

ca. 350 gr Äpfel   (600 gr)

etwas brauner Zucker

 

 

Die Form einfetten und mit Semmelbröseln ausstreuen.

 

Backofen auf 175° C Ober-/Unterhitze vorheizen.

 

 

Die Zitrone abwaschen und die Schale abreiben.

Ich spanne einfach ein Stück Backpapier über die Reibe und reibe dann die Schale der Zitrone darauf ab. Anschliessend nehme ich das Papier ab und kann die gesamte Schale verwenden ohne das etwas in den Zwischenräumen der Reibe verbleibt. 

 

Butter im Topf auf kleiner Hitze schmelzen und mit Mehl, Zucker, Milch und Zitronenschale verrühren.

 

Äpfel waschen, trocknen und vierteln. Nicht schälen! Das Kerngehäuse entfernen und die Viertel längs noch zweimal durchschneiden. Diese dann quer in schmale Scheiben schneiden und unter den Teig heben.

 

Den Teig in die vorbereitete Form geben und im heissen Ofen auf mittlerer Schiene 40 min backen.

Nach Ablauf der Zeit etwas braunen Zucker auf den Kuchen streuen und weitere 10 min backen. Der Zucker karamellisiert dann herrlich auf der Oberfläche.

 

Den fertigen Kuchen aus dem Ofen nehmen, mit einem Messer am Rand entlang fahren, um ihn von der Form zu lösen.  Auf einem Kuchenrost 5 min in der Form abkühlen lassen. Erst dann die Form entfernen und abkühlen lassen.

 

Die Apfeltarte schmeckt noch warm mit einem Klacks halb steif geschlagener Schlagsahne besonders köstlich.

 

 

Original italienische Torta di mele wird gerne auch als Dessert nach einem guten Essen mit einem Espresso serviert. Eine gute Idee!!

Einfach! Küche! italienische Apfeltarte

Das Leben ist wunderbar voller italienischer Momente!

Kirsten

Dieser Beitrag enthält Werbung für Italien und italienische Apfeltarte. Serviert mit Schlagsahne und Espresso ;))

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