Sol da Manha

Gut wenn man Freunde hat...


... besser sind Freunde mit einem Garten!

Da sitzt man - nein man steht - nichts ahnend am Bügelbrett und kümmert sich um diverse Hemden, Tischdecken und allerlei zerknittertes...

Hängt den eigenen Gedanken so nach...

 

...da wird man jäh aus den Träumen gerissen - Whats app meldet eine neue Nachricht!

 

Rhabarber?

 

Im Tausch gegen Tee??

 

...und flugs klingelt es an der Tür!!

Ach schade! Da muss ich wohl meine Bügelei unterbrechen ;-)

 

Tee trinken mit Freunden, ein bisschen quatschen, ratschen, sabbeln. Von diesem und jenem, ist doch viel schöner als schweigend zu bügeln!

 

Und Rhabarber hat Sie auch mitgebracht - die liebe Karin...

Stunden später, nachdem die Bügelei nun auch ein glückliches Ende gefunden hat, der Rest der Hausarbeit erledigt und die Kinder sich friedlich ihrer Freizeitbeschäftigung hingeben können, rumort es in meinem Kopf, was ich denn aus dem Rhabarber zaubern könnte...

Kuchen? Ach nöööö, Kuchen hatten wir gerade erst!

Kompott? Zu langweilig!

 

Hmmm, und die Zitronen aus Portugal, die noch immer im Kühlschrank schlummern, müssen auch mal endlich aufgebraucht werden.

 

Und noch irgendwas einkaufen gehen, dazu habe ich keine Lust!!

 

Was gibt der Kühlschrank denn noch so her?? Schmand. Und griechischer Joghurt. Leberwurst. Wohl eher nicht zu gebrauchen...

 

Hey, das ist es! Wir erfinden ein neues Dessert. Es soll nach Frühling schmecken. Und aussehen wie die Sonne am morgen, wenn man aufwacht. Es soll glücklich machen, wie das Leben, das neu erwacht.

Köstliches Lemon Curd aus portugiesischen Zitronen. Darauf ein feines Rhabbarberkompott. Gekrönt von einer sahnigen Creme.

 

Zum niederknien!

 

SOL DA MANHA !!

 

Die Morgensonne, die uns den Abend versüsst hat!

Lemon Curd:

(das Rezept ist von Cynthia Barcomi aus "I love baking")

 

4 Eigelb

225 g Zucker (ich habe açucar amarelo genommen, gelber Zucker. Braun oder weiss, ist ganz egal!)

125 ml frisch gepresster  Zitronensaft

12o g Butter

1 Prise Salz

2 El Zitronenzesten

 

Eigelbe in einem Topf mit dem Zucker verrühren, den Zitronensaft dazu und bei kleiner Hitze erwärmen. Dabei IMMER gut rühren, damit nichts anbrennt!

Wenn die Masse leicht andickt, die Butter nach und nach in kleinen Stücken mit dem Schneebesen unterrühren. Salz und Zesten dazugeben.

(Zesten bekommt Ihr, wenn Ihr von den ungespritzten! Zitronen die gelbe Schale mit einem Zestenreisser abschält. Ich selber habe so ein Teil nicht, ich schäle vorsichtig die Schale ohne weisses im Innern ab und schneide diese in feine Streifen!)

Weiterrühren bis sich die Masse wie ein Puddinng anfühlt. Das kann dauern - auf keinen Fall die Hitze erhöhen. Die Masse muss sich langsam erwärmen, gerührt werden und NICHT kochen!! Dann könnte alles gerinnen...

 

Dieses Curd füllt Ihr dann als erste Schicht in Eure Gläser. Ich habe diese kleinen Teelichthalter aus dem schwedischen Möbelhaus genommen und hatte 10 Gläschen.

Für das Rhabarberkompott:

 

500 g Rhabarber

4 EL Zucker

1 EL Zitronensaft

4 EL Wasser

1 Päckchen roter Tortenguss

 

Den Rhabarber schälen und in kleine Stücke schneiden. Mit dem Zucker, dem Zitronensaft und dem Wasser bei mittlerer Hitze in ca. 10 bis 15 Minuten zu einem Kompott einkochen.

Den Tortenguss mit ein bisschen kaltem wasser anrühren, in das Kompott geben und kurz aufkochen lassen.

Das ganze etwas abkühlen lassen und dann als zweite Schicht in die Gläser.

Für die Creme:

 

1 Becher Creme fraiche (200 g)

200 g griechischer Joghurt

3 EL Zucker

wer mag etwas Vanillearoma oder auch ein Tütchen Vanillezucker

 

Das Creme fraiche mit dem Joghurt und dem zucker verrühren und als dritte Schicht in die Gläser.

Obenauf habe ich jeweils einen grob zerkrümelten Amarettini gegeben.

Und dann... lecker...

 

Welcher Typp seid Ihr? Der, der die Schichten einzeln geniesst? Und eher der, der den Löffel durch alle Schichten zieht und das ganze zusammen schmeckt??

 

So oder so ein Genuss!

Lasst es Euch schmecken

Kirsten

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Kommentare: 2
  • #1

    Karin (Donnerstag, 09 Juni 2016 23:43)

    Da schau ich mal wieder auf deine seite und da finde ich doch glatt die Geschichte mit dem Rabarber (wie schön) dabei wollte ich doch nur noch mal das rezept für den zauberkuchen nachlesen. hier meine frage: wenn ich den Kuchen stürze ist dann der boden automatisch unten? irgendwie traue ich mich nicht richtig.

  • #2

    Kirsten (Freitag, 10 Juni 2016)

    Liebe Karin,
    Du bist einfach die Beste!
    Ja, der Boden ist nach dem Stürzen automatisch unten...
    Guten Appetit...